Glossar der Astrologie
Hier stehen die Fachwörter der Astrologie, die auf den Seiten des Horoskop Rechners vorkommen, kurz erklärt und alphabetisch sortiert.
Achse
Eine Achse verbindet zwei Punkte, die einander im Horoskop genau gegenüberliegen. Die beiden wichtigsten laufen durch Aszendent und Deszendent auf dem Horizont sowie durch MC und IC auf dem Meridian; im Ergebnis stehen diese vier Punkte unter „Achsen“. Weil sie von Ort und genauer Uhrzeit der Geburt abhängen, gelten sie in der Deutung als besonders persönliche Stellen des Horoskops. Auf dieser Site trägt auch das Paar zweier Häuser oder Zeichen, die sich gegenüberliegen, den Namen Achse, etwa das 1. und das 7. Haus; ihre Themen gelten als zwei Seiten, die sich ergänzen.
Aspekt
Ein Aspekt entsteht, wenn zwei Planeten im Tierkreis in einem bestimmten Winkel zueinander stehen. An ihm liest die Deutung ab, welche zwei Kräfte eines Horoskops sich gegenseitig beeinflussen und in welcher Färbung das geschieht. Berechnet werden Aspekte hier allein unter den zehn Planeten; Mondknoten, Chiron und Lilith bleiben dabei außen vor. Der Rechner unterscheidet fünf Hauptaspekte und sechs Nebenaspekte. Wie weit der Abstand vom genauen Winkel abweichen darf, regelt der Orbis. Mehr zu jedem einzelnen steht auf der Seite über die Aspekte.
Aszendent
Der Aszendent ist der Punkt des Tierkreises, der bei der Geburt gerade am östlichen Horizont aufsteigt; meist ist mit dem Wort auch das Zeichen gemeint, in dem dieser Punkt liegt. Im Tageslauf steigen die Zeichen nacheinander auf, deshalb lässt er sich nur mit genauer Uhrzeit bestimmen. Die Deutung verbindet ihn mit der Art, wie du der Welt entgegentrittst: wie du auf Unbekanntes zugehst, ein Vorhaben beginnst und eine neue Lage einschätzt. In den meisten Häusersystemen beginnt an ihm das 1. Haus. Die zwölf Zeichen am Aszendenten beschreiben die Seiten zum Aszendenten, berechnen kannst du ihn mit dem Rechner für den Aszendenten.
Aufgangsdauer
Als Aufgangsdauer bezeichnet man die Zeit, in der ein Zeichen vollständig über den östlichen Horizont steigt. Obwohl alle Zeichen gleich groß sind, gehen sie verschieden schnell auf. In Mitteleuropa brauchen die sechs Zeichen ab Steinbock bis einschließlich Zwillinge weniger Zeit als die sechs von Krebs bis Schütze; am wenigsten Fische und Widder, am meisten Löwe, Jungfrau, Waage und Skorpion, zwischen denen nur Sekunden liegen. Je näher der Geburtsort einem Pol liegt, desto weiter gehen die Dauern auseinander; südlich des Äquators tauschen die beiden Gruppen ihre Rollen. Ein Zeichen, das rasch aufgeht, steht deshalb seltener am Aszendenten. Werte für einzelne Städte zeigen die Übersicht der Aszendenten und die zwölf Zeichenseiten.
Bogenminute
Die Bogenminute ist der sechzigste Teil eines Grads und dient dazu, eine Position im Tierkreis feiner anzugeben, als es ganze Grade erlauben. Der Rechner nennt die Orte der Planeten, Punkte und Achsen bis auf die Bogenminute. Dabei schneidet er ab und rundet nie: Ein Planet, der knapp vor dem Ende eines Zeichens steht, erscheint so nie schon im folgenden Zeichen, und die angezeigte Bogenminute ist immer bereits erreicht. Mehr zum Übergang zwischen zwei Zeichen steht unter Zeichengrenze.
Chiron
Chiron ist ein Kleinkörper, dessen Weg um die Sonne überwiegend zwischen den Bahnen von Saturn und Uranus liegt; in der Astronomie gehört er zur Gruppe der Zentauren. Der Name stammt aus einer griechischen Sage, in der Chiron ein weiser Kentaur ist, der viele Helden unterrichtet und selbst verwundet ist. Die astrologische Deutung sieht in ihm einen Bereich, in dem du empfindlich bleiben kannst, und das, was daraus wachsen kann: anderen beizustehen, weil du Ähnliches kennst, sowie Lehren und Begleiten. Im Ergebnis steht Chiron unter „Weitere Punkte“ und im Rad, aber ohne Aspekte.
Deszendent
Der Deszendent liegt dem Aszendenten genau gegenüber, am westlichen Ende des Horizonts, wo der Tierkreis zur Geburtszeit untergeht. Außer bei ganzen Zeichen beginnt an ihm das 7. Haus. Die Deutung liest an ihm, wie du anderen Menschen begegnest und Beziehungen eingehst: wen du anziehend findest und was ein Gegenüber für dich ergänzt. Sein Zeichen ist immer das Gegenzeichen des Aszendenten; zusammen bilden beide die Achse zwischen Ich und Du. Im Rad trägt er das Kürzel DC, in der Tabelle „Achsen“ steht er mit Zeichen und Grad.
Ekliptik
Die Ekliptik ist der Kreis, auf dem die Sonne von der Erde aus gesehen im Jahreslauf vor dem Hintergrund der Sterne wandert. Sie bildet die Grundlinie des Tierkreises: Vom Frühlingspunkt aus wird sie in zwölf gleiche Zeichen geteilt, und jede Position im Horoskop wird als Ort auf dieser Linie angegeben. Wo die Ekliptik den östlichen Horizont schneidet, liegt der Aszendent, wo sie den Meridian kreuzt, das MC und gegenüber das IC. Auch die Mondknoten liegen auf ihr, dort, wo die Mondbahn sie kreuzt.
Element
Die Astrologie ordnet die zwölf Zeichen vier Elementen zu, je drei pro Element. Feuer (Widder, Löwe, Schütze) gilt als Antrieb, Begeisterung und Wille, Erde (Stier, Jungfrau, Steinbock) als Sinn für das Greifbare, für Nutzen und Beständigkeit. Luft (Zwillinge, Waage, Wassermann) wird mit Denken, Sprache und Austausch verbunden, Wasser (Krebs, Skorpion, Fische) mit Gefühl, Bindung und Tiefe. Teilen viele Planeten ein Element, gibt das dem Horoskop einen Grundton; fehlt ein Element ganz, liest die Deutung das nicht als Mangel. Zusammen mit der Qualität ergibt das Element die Eigenart jedes Zeichens. Mehr auf der Seite über die vier Elemente.
Frühlingspunkt
Der Frühlingspunkt ist der Ort auf der Ekliptik, den die Sonne zum Frühlingsanfang der Nordhalbkugel erreicht. Von hier aus zählt der tropische Tierkreis seine zwölf Zeichen: Am Frühlingspunkt beginnt der Widder, die übrigen Zeichen folgen in gleichen Abständen. Damit hängt der Tierkreis an den Jahreszeiten und nicht an den Sternen im Hintergrund. Gegenüber den Sternen wandert der Frühlingspunkt langsam weiter, deshalb decken sich die gleichnamigen Sternbilder heute nicht mehr mit ihren Zeichen.
Gegenzeichen
Das Gegenzeichen liegt einem Zeichen im Tierkreis genau gegenüber, sechs Zeichen weiter. Beide haben dieselbe Qualität und dieselbe Polarität, und ihre Elemente ergänzen sich: Feuer liegt Luft gegenüber, Erde dem Wasser. So bilden Widder und Waage, Stier und Skorpion, Zwillinge und Schütze, Krebs und Steinbock, Löwe und Wassermann sowie Jungfrau und Fische je ein Paar. Die Deutung liest die beiden als Achse, deren Themen aufeinander verweisen, und stellt keines über das andere. Am Deszendenten steht immer das Gegenzeichen des Aszendenten.
Hauptaspekt
Hauptaspekte heißen die fünf Aspekte, die in der Deutung das meiste Gewicht haben: Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition. Im Ergebnis trägt jeder ein Tonwort: verbindend für die Konjunktion, harmonisch für Sextil und Trigon, spannungsvoll für Quadrat und Opposition. Diese Wörter beschreiben die Art des Zusammenwirkens und urteilen nicht. Bis auf die Konjunktion zeichnet das Rad jeden Hauptaspekt als Linie zwischen zwei Planeten; in der Tabelle stehen alle fünf. Die übrigen Aspekte heißen Nebenaspekte. Mehr dazu auf der Seite über die Aspekte.
Haus
Ein Haus ist einer von zwölf Abschnitten des Horoskops, die aus Ort und genauer Uhrzeit der Geburt berechnet werden; fehlt die Uhrzeit, gibt der Rechner keine Häuser aus. Während Planeten und Zeichen zeigen, was wirkt und auf welche Art, nennt das Haus den Lebensbereich, in dem es sich äußert: etwa Auftreten im 1., Herkunft im 4., Begegnung im 7. oder Beruf im 10. Haus. Dem 6. Haus ordnet die Deutung Alltag, Arbeit und Gewohnheiten zu, dem 12. Rückzug und Stille. Wie die Grenzen gezogen werden, hängt vom Häusersystem ab. Alle zwölf beschreibt die Seite über die zwölf Häuser.
Häuserspitze
Die Häuserspitze ist der Punkt, an dem ein Haus beginnt; in der Häusertabelle des Ergebnisses heißt sie „Spitze“. In der Deutung färbt das Zeichen an der Spitze den Lebensbereich des Hauses, und Planeten im Haus setzen eigene Akzente dazu. In den Systemen Placidus, Koch und Porphyrius liegen die Spitzen des 1., 4., 7. und 10. Hauses genau auf den Achsen, also auf Aszendent, IC, Deszendent und MC; bei gleichen Häusern gilt das nur für das 1. und das 7. Haus. Wo die übrigen Spitzen liegen, hängt vom Häusersystem und von der genauen Uhrzeit ab.
Häusersystem
Ein Häusersystem legt fest, nach welcher Regel das Horoskop in zwölf Häuser geteilt wird. Zuerst zeigt der Rechner Placidus; umschalten lässt sich auf Koch, auf gleiche Häuser, die vom Aszendenten aus gleich große Abschnitte bilden, und auf ganze Zeichen, bei denen jedes Zeichen ein Haus ist, das erste davon ist das Zeichen am Aszendenten. Liegt der Geburtsort jenseits eines Polarkreises, ist weder Placidus noch Koch berechenbar; dann weicht der Rechner auf Porphyrius aus und vermerkt es im Ergebnis. Steht ein Planet nahe einer Häuserspitze, kann er je nach System ins Nachbarhaus rücken. Mehr auf der Seite über die zwölf Häuser.
Herrscher
Als Herrscher eines Zeichens gilt der Planet, den die Tradition mit ihm verbindet, weil sich die Themen beider ähneln. Das klassische Schema verteilt die zwölf Zeichen auf sieben Himmelskörper, von Sonne und Mond bis hinaus zum Saturn: Der Widder bekommt so Mars als Herrscher, Stier und Waage erhalten Venus, der Krebs den Mond. Im modernen Schema gehen drei Zeichen an einen äußeren Planeten, der Skorpion an Pluto, der Wassermann an Uranus und die Fische an Neptun; klassisch stehen dort Mars, Saturn und Jupiter. Wo beide Schemata verschieden sind, nennen die Zeichenseiten beide. Auf den Seiten der Aszendenten zählt auch, in welchem Zeichen und Haus der Herrscher des aufsteigenden Zeichens steht.
Horizont
Der Horizont ist die Linie, an der Himmel und Erde vom Geburtsort aus gesehen zusammentreffen. Im Horoskop bildet er eine der beiden großen Achsen: An seinem östlichen Ende steigt der Aszendent auf, am westlichen liegt der Deszendent. Außer bei ganzen Zeichen teilt er das Horoskop in eine untere Hälfte mit dem 1. bis 6. Haus und eine obere mit dem 7. bis 12. Haus. Weil sich der Himmel im Tageslauf scheinbar dreht, wechselt rasch, welcher Teil des Tierkreises gerade am Horizont steht; deshalb hängen die Achsen an der genauen Uhrzeit.
IC
Das IC, kurz für Imum Coeli oder Himmelstiefe, liegt dem MC genau gegenüber am unteren Ende des Meridians. Bei Placidus, Koch und Porphyrius ist es der Anfang des 4. Hauses. Die Deutung sieht im IC Herkunft, Zuhause und Wurzeln, also das, was dir innerlich Halt gibt; auch die Familie gehört zu seinen Themen. Mit dem MC zusammen spannt es die Achse von Privatem und Öffentlichem auf. Das Ergebnis nennt es bei den Achsen.
Koch
Koch ist eines der Häusersysteme, die der Rechner zeigt. Wie Placidus teilt es die Häuser über die Zeit, die Punkte des Himmels für ihren Weg brauchen; als Maß dient dabei der Grad des MC. Wie dort fallen die Spitzen der Häuser 1, 4, 7 und 10 auf die Achsen, die übrigen können von denen bei Placidus abweichen. Für Geburtsorte jenseits der Polarkreise ist Koch nicht berechenbar; der Rechner greift dort auf Porphyrius zurück und vermerkt den Wechsel im Ergebnis.
Konjunktion
Bei einer Konjunktion stehen zwei Planeten im Tierkreis dicht beieinander, meist im selben Zeichen. Astrologisch gilt sie als Verschmelzung zweier Kräfte, die kaum getrennt voneinander wirken und sich gegenseitig steigern; welchen Ton das hat, hängt ganz an den beteiligten Planeten. Das Zeichen und das Haus, in denen sie stattfindet, rücken dadurch in den Vordergrund. Im Ergebnis trägt sie das Tonwort „verbindend“, das die Art des Zusammenwirkens beschreibt. Sie steht nur in der Tabelle, im Rad erscheint sie ohne Linie. Stehen die beiden in benachbarten Zeichen, trägt die Tabelle den Zusatz „über die Zeichengrenze“.
Lilith
Lilith ist kein Gestirn, sondern ein berechneter Punkt: die gemittelte Stelle der Mondbahn mit dem größten Abstand zur Erde. Sie wird auch Schwarzer Mond genannt. Angezeigt wird die mittlere Lilith, die stetig vorwärts läuft; vielerorts wird stattdessen die wahre Lilith angegeben, deren Ort deutlich davon abweichen kann. Die Deutung verbindet Lilith mit dem Ungezähmten, das sich nicht fügen will: mit dem Beharren auf Eigenständigkeit, mit Zorn, wenn andere dich vereinnahmen wollen, mit Begehren und Selbstbestimmung, aber auch mit Verdrängtem und Tabus. Im Ergebnis steht sie unter „Weitere Punkte“, ohne Aspekte und nicht im Rad.
MC
Das MC, kurz für Medium Coeli oder Himmelsmitte, ist der Punkt, an dem sich Ekliptik und Meridian zur Geburtszeit schneiden, und zwar auf der Seite des Himmels, auf der die Sonne um Mittag am höchsten steht, von Mitteleuropa aus also im Süden. Bei Placidus, Koch und Porphyrius fängt dort das 10. Haus an. Die Deutung verbindet das MC mit Richtung und öffentlicher Rolle: mit Beruf und Berufung, mit Zielen, mit Verantwortung und mit dem Ruf, den du in der Welt hast. Ihm gegenüber liegt das IC. Das Ergebnis nennt das MC bei den Achsen.
Meridian
Der Meridian ist ein gedachter Kreis am Himmel: Er läuft vom Südpunkt des Horizonts über den Zenit, die Stelle genau über dem Geburtsort, zum Nordpunkt und unter der Erde weiter. Mittags überquert die Sonne den Meridian und steht dann am höchsten. MC und IC liegen auf ihm und bilden die zweite große Achse des Horoskops neben dem Horizont. Bei Placidus, Koch und Porphyrius teilt er das Horoskop in eine östliche Hälfte vom 10. bis zum 3. Haus und eine westliche vom 4. bis zum 9. Haus.
Mondknoten
Die Mondknoten liegen dort, wo sich die Bahn des Mondes und die Ekliptik schneiden; der nördliche und der südliche Knoten stehen einander stets genau gegenüber. Die Deutung liest die beiden als Achse, auf der du dich zwischen Vertrautem und Neuem bewegst. Der Nördliche Mondknoten gilt als Richtung des Wachstums, hin zu dem, was dir noch ungewohnt ist. Der Südliche Mondknoten beschreibt Vertrautes und Fähigkeiten, auf die du leicht zurückgreifst. Das Ergebnis zeigt den wahren Knoten unter „Weitere Punkte“, ohne Aspekte; weil er überwiegend gegen die Richtung der Zeichen wandert, tragen beide Knoten dort meist ein „R“.
Mondphase
Die Mondphase beschreibt, wie weit sich der Mond bei der Geburt von der Sonne entfernt hatte und wie viel von seiner beleuchteten Seite deshalb zu sehen war. Das Ergebnis nennt eine von acht Phasen: Neumond, Zunehmende Sichel, Erstes Viertel, Zunehmender Mond, Vollmond, Abnehmender Mond, Letztes Viertel und Abnehmende Sichel, ohne eine davon zu bewerten. Mit dem Mondzeichen ist sie nicht zu verwechseln: Das Zeichen sagt, wo im Tierkreis der Mond steht, die Phase, in welchem Abstand zur Sonne. Die Deutung liest beide zusammen.
Mondzeichen
Als Mondzeichen gilt das Tierkreiszeichen, das der Mond im Augenblick deiner Geburt durchlief. Da er schon nach wenigen Tagen ins nächste Zeichen zieht, reichen dafür meist Geburtsdatum und Geburtsort; wechselt er am Tag deiner Geburt, hängt das Ergebnis an der Uhrzeit, und der Rechner sagt dann, um wie viel Uhr der Wechsel stattfand. Astrologisch beschreibt das Mondzeichen Gefühle und Bedürfnisse: woraus du Sicherheit schöpfst, wie du aus dem Moment heraus reagierst, wie du dich um andere kümmerst und was dich zur Ruhe bringt. Was die zwölf Mondzeichen bedeuten, zeigen die Seiten zum Mondzeichen; berechnen kannst du deines mit dem Rechner für das Mondzeichen.
Nebenaspekt
Nebenaspekte heißen die sechs Aspekte, die der Rechner neben den fünf Hauptaspekten bestimmt: Halbsextil, Quinkunx, Halbquadrat, Anderthalbquadrat, Quintil und Biquintil. Sie tragen kein Tonwort. In der Deutung gelten sie als feinere Färbungen, etwa als leise Anregung, als ständiges Nachjustieren zwischen zwei Kräften oder als schöpferisches Talent. Im Ergebnis stehen sie nur in der Tabelle und erscheinen erst, wenn du dort „Nebenaspekte zeigen“ anhakst; im Rad haben sie keine Linie. Ihre Themen beschreibt die Seite über die Aspekte.
Opposition
Bei einer Opposition stehen zwei Planeten einander im Tierkreis gegenüber, in der Regel in zwei Gegenzeichen. Die Deutung sieht darin zwei Pole, zwischen denen ein Hin und Her entsteht, verbunden mit dem Wunsch nach Ausgleich. Oft wird eine der beiden Seiten zuerst an anderen Menschen bemerkt, bevor sie als eigene erkannt wird. Im Ergebnis trägt die Opposition das Tonwort „spannungsvoll“; es beschreibt einen Zug zwischen zwei Seiten und urteilt nicht. Das Rad zeichnet sie als Linie, und auch die Tabelle führt sie.
Orbis
Der Orbis ist der Spielraum, innerhalb dessen zwei Planeten noch einen Aspekt bilden, obwohl ihr Abstand den genauen Winkel nicht trifft. Exakte Aspekte sind selten; meist liegt der Abstand etwas daneben. Je kleiner die Abweichung, desto deutlicher liest die Astrologie den Aspekt in der Regel. Wie weit der Spielraum reicht, legen astrologische Schulen unterschiedlich fest. In der Aspekttabelle des Ergebnisses steht unter „Orbis“, wie weit der Abstand der beiden Planeten vom genauen Winkel abweicht; die Spielräume, mit denen der Rechner arbeitet, zeigt die Seite über die Aspekte.
Placidus
Placidus ist das Häusersystem, das der Rechner zuerst zeigt. Es teilt die Häuser über die Zeit: Maßgeblich ist, wie lange ein Punkt des Tierkreises im Tageslauf braucht, um vom Horizont zum Meridian zu gelangen, und dieser Weg wird in Drittel geteilt. Deshalb fallen die Häuser meist verschieden groß aus. Das 1., 4., 7. und 10. Haus beginnen an den Achsen. Jenseits der Polarkreise lässt sich Placidus nicht berechnen; dort springt Porphyrius ein, und das Ergebnis weist darauf hin. Ähnlich arbeitet Koch.
Planet
Als Planeten zählt die Astrologie zehn Gestirne: die beiden Lichter Sonne und Mond, die persönlichen Planeten Merkur, Venus und Mars, dazu Jupiter und Saturn sowie die äußeren Uranus, Neptun und Pluto. Pluto gilt in der Astronomie heute als Zwergplanet, die Astrologie führt ihn weiter als Planeten. Die Deutung verbindet jeden mit einem eigenen Thema, etwa Merkur mit Denken und Sprache oder Mars mit Antrieb und Mut. Das Zeichen färbt, wie sich dieses Thema äußert, das Haus zeigt den Lebensbereich, und Aspekte verbinden die Planeten untereinander. Mehr auf der Seite über die zehn Planeten.
Polarität
Die Polarität ordnet die zwölf Zeichen zwei gleich großen Gruppen zu. Zu Yang gehören die Feuer- und Luftzeichen Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze und Wassermann; die Deutung beschreibt diese Seite als nach außen gewandt, handelnd und mitteilsam. Zu Yin gehören die Erd- und Wasserzeichen Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock und Fische; sie gilt als nach innen gewandt, aufnehmend und bewahrend. Im Tierkreis wechseln Yang und Yin von Zeichen zu Zeichen. Eine Wertung liegt in dieser Einteilung nicht. Die Zeichenseiten nennen die Polarität im Faktenkasten, zusammen mit Element und Qualität.
Porphyrius
Porphyrius ist ein Häusersystem, das von den vier Achsen ausgeht: Jeder der vier Quadranten zwischen Aszendent, IC, Deszendent und MC wird in drei gleich große Abschnitte geteilt. So beginnen das 1., 4., 7. und 10. Haus an den Achsen, und die übrigen Häuser liegen gleichmäßig dazwischen. Der Rechner nimmt Porphyrius für Geburtsorte jenseits der Polarkreise, an denen Placidus und Koch keine Häuser ergeben, und erwähnt das im Ergebnis.
Quadrant
Ein Quadrant ist eines der vier Viertel, in die Horizont und Meridian das Horoskop teilen. Gezählt wird vom Aszendenten aus: Der erste liegt zwischen Aszendent und IC, der zweite zwischen IC und Deszendent, der dritte zwischen Deszendent und MC, der vierte zwischen MC und Aszendent. Bei Placidus, Koch und Porphyrius umfasst jeder genau drei Häuser, der erste also das 1. bis 3. Haus. Unter „Verteilung“ listet das Ergebnis, welche der zehn Planeten in welchem Quadranten stehen. Sammeln sich viele in einem Viertel, liest die Deutung die Lebensbereiche seiner drei Häuser als betont.
Quadrat
Bei einem Quadrat stehen zwei Planeten im rechten Winkel zueinander, in der Regel in Zeichen derselben Qualität, aber mit verschiedenem Element und verschiedener Polarität. Die Deutung liest darin zwei Kräfte, die einander herausfordern: Reibung und Druck, bei denen keine Seite nachgibt, und gerade daraus kann Bewegung entstehen. Häufig wird ein Quadrat mit Entscheidungsdruck und mit Wachstum durch Auseinandersetzung verbunden. Im Ergebnis trägt es das Tonwort „spannungsvoll“, das einen Zug beschreibt und nicht urteilt. Das Rad zeigt das Quadrat als Linie, die Tabelle führt es ebenso.
Qualität
Die Qualität beschreibt, wie ein Zeichen mit Bewegung und Wandel umgeht. Kardinal sind Widder, Krebs, Waage und Steinbock: Sie gelten als Zeichen des Anfangs und der Initiative, und auf der Nordhalbkugel setzt mit jedem von ihnen eine neue Jahreszeit ein. Fix sind Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann; sie fallen jeweils in die Mitte einer Jahreszeit und werden mit Halten, Vertiefen und Bewahren verbunden. Veränderlich sind Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische; sie stehen am Ausklang jeder Jahreszeit und gelten als vermittelnd und wandlungsfähig. Mit dem Element zusammen macht die Qualität jedes Zeichen unverwechselbar. Mehr auf der Seite über Elemente und Qualitäten.
Radix
Radix heißt die kreisförmige Zeichnung des Geburtshoroskops, oft auch Rad genannt; im Ergebnis steht sie unter „Dein Radix“. Sie zeigt die zwölf Tierkreiszeichen, die Häuser, die Achsen und die Planeten an ihrem Ort; Linien in der Mitte verbinden Planeten, die einen Hauptaspekt bilden, nur die Konjunktion bekommt keine Linie. In der Deutung wird kein Baustein des Radix für sich allein gelesen: Die Sonne in einem Zeichen etwa bekommt ihre Färbung auch durch ihr Haus, ihre Aspekte und die Stellung von Mond und Aszendent. Wie du die Zeichnung Schritt für Schritt liest, erklärt die Seite Das Geburtshoroskop lesen.
rückläufig
Als rückläufig gilt ein Planet, solange er, von der Erde aus betrachtet, gegen die Richtung der Zeichen zu wandern scheint. Die Umkehr ist nur scheinbar; sie ergibt sich daraus, dass auch die Erde die Sonne umläuft und sich so die Blickrichtung auf den Planeten ändert. Bei Sonne und Mond kommt das nie vor, bei den übrigen acht Planeten immer wieder. Das Ergebnis kennzeichnet einen rückläufigen Planeten mit einem „R“; unter „Weitere Punkte“ steht es auch bei Chiron, wenn er rückläufig ist, und meist bei den Mondknoten. Die Deutung verbindet damit kein Urteil; in mancher Lesart wirkt das Thema des Planeten dann eher nach innen.
Sextil
Das Sextil ist einer der fünf Hauptaspekte. In der Regel verbindet es Zeichen gleicher Polarität mit einander ergänzenden Elementen, also Feuer und Luft oder Erde und Wasser. Die Deutung sieht im Sextil ein Angebot, das zum Handeln einlädt: zwei Kräfte, die einander anregen und leicht zusammenwirken, wenn du sie bewusst verbindest. Oft wird es mit einer Begabung verglichen, die geübt werden will. Im Ergebnis trägt es das Tonwort „harmonisch“; das Rad zeigt es als Linie, die Tabelle ebenso. Den Winkel nennt die Seite über die Aspekte.
Sternbild
Ein Sternbild ist eine Figur aus Sternen, die man am Himmel in Gedanken miteinander verbindet. Die zwölf Zeichen des Tierkreises tragen Namen von Sternbildern, sind aber etwas anderes: Der tropische Tierkreis beginnt am Frühlingspunkt und hängt an den Jahreszeiten, und seine Zeichen sind gleich groß. Die Sternbilder dagegen sind unterschiedlich ausgedehnt und haben sich gegen die Zeichen verschoben. Wenn diese Site vom Widder oder von der Waage spricht, ist deshalb immer das Zeichen gemeint und nicht die Sternengruppe am Himmel.
Sternzeichen
Mit Sternzeichen ist auf dieser Site allein das Zeichen gemeint, in dem bei deiner Geburt die Sonne stand. Im Jahreslauf durchquert die Sonne den ganzen Tierkreis; an welchem Tag sie ein Zeichen betritt, schwankt dabei von Jahr zu Jahr ein wenig. Liegt dein Geburtstag nahe einem solchen Wechsel, klärt der Rechner für das Geburtshoroskop das genaue Zeichen. Die Deutung sieht im Sternzeichen den Weg, auf dem du wächst: Wille und Richtung, dazu das, was dir Sinn verleiht und Freude am Leben macht. Mit Mondzeichen und Aszendent gehört es zu den drei Werten, die das Ergebnis zuerst nennt. Mehr auf den Seiten zum Sternzeichen.
Tierkreis
Der Tierkreis teilt die Ekliptik, den scheinbaren Jahresweg der Sonne, in zwölf gleich große Zeichen, die zusammen den vollen Kreis ergeben. Diese Site rechnet mit dem tropischen Tierkreis: Er beginnt am Frühlingspunkt mit dem Widder. Auf ihn folgen Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Weil er an den Jahreszeiten hängt, stimmen seine Zeichen nicht mehr mit den gleichnamigen Sternbildern überein. In der Deutung beschreibt jedes Zeichen eine Art und Weise, die Färbung, mit der ein Planet wirkt. Mehr auf der Seite über die zwölf Sternzeichen.
Trigon
Das Trigon ist einer der fünf Hauptaspekte. Die beiden Planeten stehen dabei in der Regel in Zeichen desselben Elements, etwa beide in Feuerzeichen oder beide in Wasserzeichen. Die Deutung beschreibt ein Trigon als Fluss zwischen zwei Kräften: Sie wirken mit Leichtigkeit zusammen, und was dabei entsteht, fühlt sich vertraut an. Oft wird darin eine natürliche Begabung gesehen, die man gerade wegen ihrer Selbstverständlichkeit leicht übersieht. Im Ergebnis trägt das Trigon das Tonwort „harmonisch“; es steht in der Tabelle und als Linie im Rad. Seinen Winkel nennt die Seite über die Aspekte.
Zeichengrenze
Die Zeichengrenze ist die Stelle, an der ein Zeichen endet und das nächste beginnt. Steht ein Planet knapp davor, zeigt ihn der Rechner noch im alten Zeichen, weil er Positionen auf die Bogenminute abschneidet und nicht aufrundet. Stand die Sonne oder der Mond bei der Geburt dicht an einer solchen Grenze, kann erst die Uhrzeit das Zeichen klären. In der Aspekttabelle erscheint der Zusatz „über die Zeichengrenze“, sobald zwei Planeten nicht in den Zeichen stehen, die zu ihrem Aspekt gewöhnlich gehören, etwa bei einer Konjunktion in zwei Nachbarzeichen. Die Deutung liest dann die Färbung beider Zeichen mit.